Der schwierige Gesprächspartner – dein Albtraum – 5 Schritte fürs gute Handling

Aktualisiert: 21. Apr 2019


Rauben dir manchmal Menschen so richtig deine Lebenskraft und -freude? Lies hier, wie dir das in Zukunft nicht mehr passiert. Bevor du weiterliest, überleg dir, was macht für dich einen schwierigen Gesprächspartner aus?

Ist es jemand, der laut wird, der dich nie ausreden lässt, immer alles besser weiß, oder jemand, der schnell beleidigt ist, eine richtige Mimose…?

Hast du jetzt deinen schlimmsten Albtraum vor dir? Gut, dann geht´s los.

Ich beobachte schon seit Jahren in meinen Seminaren und Coachings, dass eines der Themen, das meine Teilnehmer/innen sehr beschäftigt „Umgang mit schwierigen Gesprächspartnern“ ist. Und die können ganz unterschiedlich sein.


Fragen wie „Was mache ich,

  • wenn mir mein Kunden seine Lebensgeschichte erzählen will?“

  • Mein Gesprächspartner mich nie ausreden lässt?“

  • ein Kunde reklamiert und dabei extrem unfreundlich wird?“

  • mein Kollege immer alles besser weiß?“

  • mein Vorgesetzter zwar Feedback einfordert, doch wenn ich es ihm ehrlich gebe, dann erklärt er mir immer, dass ich das falsch sehe?“

  • meine Mitarbeiterin alles was ich sage, als Kritik auffasst und sehr persönlich nimmt?“


Das sind nur einige Beispiele. Und im privaten schaut´s nicht anders aus, da ist es dann eben die große Schwester, die immer so belehrend ist, der Vater, dem du besser nicht widersprichst, die Mutter, die so leicht gekränkt ist, oder die Tante mit den peinlichen Fragen…

Diese Aufzählung zeigt schon, dass es „den“ schwierigen Gesprächspartner nicht gibt, er hat für jeden ein anderes Gesicht, andere Eigenschaften und Verhaltensweisen.


Nur eins haben sie gemeinsam, sie machen dir das Leben schwer.  


Und dann gibt es Tage, vielleicht kennst du dieses Phänomen, da ist es so, als ob deine ganze Umgebung nur noch aus schwierigen Menschen besteht.


Ich hatte eine sehr liebe Mitarbeiterin in meiner Telefonmarketingfirma, die kam immer wieder einmal zu mir und sagte: „heute sind wieder einmal alle unfreundlich.“ Nach dem 3. Mal brauchte ich gar nichts mehr sagen, da nahm sie schon von selbst Zettel und Stift und machte sich folgende Liste:

Sie sollte mit protokollieren, wie viele ihrer Gesprächspartner in welche Kategorie fallen.


Was glaubst du, war das Ergebnis?


Die meisten Striche waren bei den neutralen Gesprächspartner, dann kamen die freundlichen und mit Abstand die wenigsten waren bei den unfreundlichen.


Wieso kam es ihr so vor, dass „alle unfreundlich sind“?

Viele von uns funktionieren so, dass sie Negatives viel stärker wahrnehmen. Das wird gerne mit unserem Stammhirn erklärt, das schon bei unseren Urahnen, den Steinzeitmenschen, vorhanden war. Damals war es fürs Überleben wichtiger zu wissen, wo die gefährlichen Tiere sich aufhalten, oder welche Pflanzen giftig sind, als, dass es ein sonniger Tag war. Das hat sich über die Jahrtausende erhalten und so sind nach wie vor viele Menschen auf das Negative fokussiert.

Die gute Nachricht: Du musst nicht. Du kannst für dich entscheiden, dass du mehr Aufmerksamkeit auf die schönen Dinge in deinem Alltag richtest, auf die Gesprächspartner, die für dich angenehm sind, mit denen du gern redest.


Und jetzt verrate ich dir noch ein Geheimnis: du kannst den für dich wirklich schwierigsten Gesprächspartner dazu nutzen, für dich ein Erfolgserlebnis zu schaffen, dass dir zu einem Hochgefühl verhilft. Das ist Energie und Motivation pur.


Du denkst dir vielleicht, jetzt übertreibt sie aber. Ich bin schon froh, wenn ich diese Gespräche überstehe ohne in die Luft zu gehen.


Ich erinnere mich an ein Gespräch ganz am Anfang meiner Berufslaufbahn. Ich war damals bei einem Unternehmensberater für das Marketing zuständig. Wir hatten uns eine wirklich nette Aktion für die Neukundenakquisition ausgedacht und zwar bekamen sie kleine Törtchen mit der Aufschrift „TQM“ (Total Quality Management). Ich rief die Kunden nach der Zustellung der Törtchen an, um Termine zu vereinbaren. Die Gespräche verliefen sehr positiv und ich war bester Stimmung, bis ich folgendes in sehr unfreundlichem Ton zu hören bekam: „Erstens sind wir da, um zu arbeiten und nicht um Geschenke zu empfangen und zweitens war die Torte scheußlich.“ Ich gebe zu, mein erster Gedanke war, einfach aufzulegen. (das war das erste und einzige Mal) Der Hörer schwebte schon über der Gabel, da dachte ich  mir, „nein, den hol ich mir“, nahm den Hörer zurück und sagte freundlich mit sehr fester Stimme: „es tut mir leid, dass wir ihren Geschmack nicht getroffen haben und ich bin überzeugt, Sie haben jemanden in ihrer Firma gefunden, dem die Torte geschmeckt hat. Zum anderen, ja, die Torte war ein Geschenk. Wenn wir zukünftig zusammenarbeiten, werden wir Ihrer Firma zu wirklich guten Ergebnissen verhelfen und dafür werden Sie zahlen.“ Es war kurz ganz still, dann sagte er: „für diesen Bereich ist mein Bruder zuständig, wir führen die Firma gemeinsam. Ich gebe Ihnen gern die Durchwahl, doch rufen Sie ihn bitte erst in 10 Minuten an, ich bereite ihn vor, sonst ist er genauso unfreundlich wie ich.“ Über dieses Eingeständnis musste ich lachen. Das Gespräch mit dem Bruder war dann ein Kinderspiel.

Du kannst dir vorstellen, ich habe innerlich getanzt vor Freude und war höchst motiviert für die nächsten Anrufe. :-)


Dein 5 Schritte Programm für Gesprächspartner bzw. Verhaltensweisen, die du schwierig empfindest.


1) Analyse Beginne mit einer Analyse:

  • Ist es ein Verhalten, das ich als schwierig empfinde?

  • Sind es einzelne Menschen, die mich auf die Palme bringen?

  • Ist das immer so?

  • Aus welchem Grund empfinde ich es als schwierig?

  • Hängt es von meiner Stimmung ab, wie ich reagiere?

2) Gelassenheit und Grundstimmung dazu werde ich nächste Woche einen eigenen Artikel veröffentlichen. Also einfach reinschauen... Gelassenheit hat für mich sehr viel mit Lebenskraft und Lebensfreude zu tun. Falls du dazu gerne Tipps hättest, komm in meine Facebookgruppe: “Wie du wieder mehr Lebenskraft, inneren Antrieb und Lebensfreude gewinnst”.


3) Vorbereitung Wenn es sich um immer die gleichen Personen bzw. Verhaltensweisen handelt, bereite dich vor, überlege dir wie du gerne reagieren willst.

4) Fokusverschiebung Überlege dir: Was ist das Gute an diesem Gespräch? Oder: Was ist mein Ziel? Denk an die vielen wunderbaren Gespräche, die du führst

Erinnere dich an Gespräche, die schwierig begonnen haben und bei denen es dir gelungen ist, dass sie sehr positiv geendet haben.

5) Affirmationen Finde für dich hilfreiche Affirmationen, das sind kurze, motivierende Sätze, die du jederzeit einsetzen kannst. Ich habe für mich den Satz „Ich will nicht, dass jemand anderer über meine Stimmung bestimmt“. Was passt für dich?

Falls du Fragen an mich hast, vereinbare gerne ein kostenloses Beratungsgespräch.

Ich wünsche dir viele wundervolle Gespräche.

Charmante Grüße

Birgit