Wofür ich meinen Eltern dankbar bin

Diesen Artikel habe ich vor 5 Jahren geschrieben. Inspiriert durch die Aufforderung von Karin Wess 7 Tage auf das Jammern zu verzichten und einen Artikel zu diesem Thema zu veröffentlichen. Gerade jetzt ist er wieder sehr aktuell.

Zuerst konnte ich mit dem Thema gar nichts anfangen. Ich habe lange nachgedacht, warum das so ist. Plötzlich war es mir klar: ich hatte das Glück in einer jammerfreien Zone aufgewachsen zu sein, Jammern ist mir fremd. Unsere Eltern haben uns 4 nach dem Grundsatz: Love it – Change it – or leave it erzogen, ohne ihn zu kennen und dafür bin ich unendlich dankbar.

Nicht-Jammern wird oft verwechselt mit „die Welt durch die rosarote Brille sehen“. Diese Sichtweise teile ich auf keinen Fall. Ich durfte von klein auf lernen, Dinge so zu nehmen wie sie sind und wenn sie mich traurig, änsrtlich oder wütend machen, schauen wie ich es ändern kann. So fühle ich mich nie als Opfer der Umstände und verfalle in Erstarrung, sondern bleibe immer im Handeln. Ich habe gelernt, Verantwortung für mein Leben zu übernehmen.

Ich habe auch in meinem Bruder ein großes Vorbild. Er ist vor 13 Jahren an ALS erkrankt und obwohl er jeden Grund zum Jammern hätte, habe ich es bei ihm noch nie erlebt. Seit Jahren ist er zu 100% auf fremde Hilfe angewiesen. Dank moderner Computer-Technologie kann er einen Computer steuern und auch darüber kommunizieren.  Letztes Jahr hat er wieder angefangen GO (ein asiatisches Brettspiel) zu trainieren. Dazu macht er Online-Kurse und spielt mit den anderen Teilnehmern Partien. Er hat sich sein Leben sicher anders vorgestellt und die Diagnose war ein schwerer Schlag für ihn, doch von Menschen wie ihm kann man lernen, dass man aus jeder Situation das Beste machen kann. 

Sehr empfehlenswert, wenn man mit dem Jammern aufhören will, ist auch Emil Ratelbands Buch: „Die Chili-Strategie“, wo er vor Augen führt, auf welch hohem Niveau wir jammern.  Ein paar Beispiele, die er anführt: ´Falls sich in deinem Kühlschrank Essen befindet, du angezogen bist, ein Dach über dem Kopf hast und ein Bett zum Hinlegen, bist du reicher als 75% der Einwohner der Welt´; ´Falls du das lesen kannst, gehörst du nicht zu den 2 Milliarden Menschen, die nicht lesen können´.

Meine Tipps für ein jammerfreies Leben: 

  • Sei dankbar für das was du hast, für deine Gesundheit, deine Familie, Freunde, den Sonnenschein und auch den Regen, den die Natur braucht,….

  • Freu dich an den „kleinen Dingen“ des Lebens (und natürlich auch an den großen)

  • Übernimm Verantwortung für dein Leben

Dazu passt folgende Geschichte (aus: Das Märchenbuch für Manager, von Jürgen Fuchs):

Das Auto

Ein indischer Guru saß im Kreise seiner Schüler, die ihn fragten. „Was ist das Leben?“ „Das Leben ist wie ein Auto. Du kannst dich hineinsetzen, das Steuer in die Hand nehmen und spannende Reisen machen. Du kannst dich aber auch vor das Auto legen, dich von ihm überrollen lassen und das Auto dafür verantwortlich machen. Du hast immer die Wahl.“

Alles Liebe Birgit PS: wenn es dir derzeit schwer fällt, dir eine positive Einstellung zu erhalten, dich Ängste plagen, dann nütze gerne das kostenlose Beratungsgespräch.